Copenhagen Travel Guide

October 12, 2018

Lieblingsstadt Kopenhagen – und das aus gutem Grund. Denn Kopenhagen ist nicht nur Heimatort vieler meiner liebsten Designmöbel, sondern überzeugt auch mit wunderschöner Architektur, hübschen Lokalen und ganz viel Lebensqualität. Kopenhagen ist grünste und glücklichste Stadt der Welt und zählt zugleich soviele Michelin-Sterne-Restaurants wie keine andere. Kurzum: wer noch nicht hier war, sollte unbedingt mal hin; wer schon mal hier war, wird immer wieder Neues entdecken. Und wenn es dir geht, wie mir, dann kannst du von dieser Stadt einfach nicht genug bekommen.

Anfang September besuchte ich die Copenhagen Design Tour 2018 und liess es mir nicht nehmen, die Stadt während ein paar Zusatztagen zu erkundigen. Vieles stand auf meiner Wish- und To-Do-List. Geschafft hatte ich natürlich nicht alles, dennoch möchte ich hier meine persönlichen Kopenhagen-Favoriten auflisten – unterteilt in “tried and tested” und “maybe next time”.

Stay

Tried & tested

liiv.blog Copenhagen Travel Guide: Mein Kopenhagen-Reiseführer für Designliebhaber mit vielen Hotel- und Restaurant-Tipps für deine nächste Städtereise.

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Foto: Hotel SP34

Hotel SP 34: Während meiner Reise letzten September übernachtete ich im derzeit sehr angesagten und durch und durch gestylten Hotel SP34. Was mir hier besonders gut gefiel, waren die kühlen Grautöne in Kombination mit Leder und Holz in meinem Zimmer. Mit viel Liebe zum Detail wurde bei der Einrichtung mit unterschiedlichen Materialien gespielt und diese gekonnt kombiniert. Denn trotz der kühlen Farben wirkt das Hotel sehr gemütlich und einladend. Eher etwas fürs grössere Portemonnaie, aber definitiv einen Besuch wert.

Liiv.blog-Copenhagen-Travel-Guide-Urban-House

Urban House Copenhagen: jung, urban und sehr zentral. Das Hostel schont nicht nur den Geldbeutel sondern bietet auch noch ganz viel Copenhagen-Style mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsangebot, fantastischen Hot Dogs (ein Must-Try in Kopenhagen!) und guten Drinks zu Live-Musik.

Maybe next time

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Foto: These four walls

Nobis Copenhagen: Das in der Nähe von Bahnhof und Tivoli gelegene Nobis Hotel, das sich in der ehemaligen Königlich Dänischen Musikakademie befindet, ist sicherlich auch nicht gerade die günstigste Wahl. Aber in einem Design-Guide darf dieses stilvolle Hotel mit seinen 75 Zimmern und Suiten in tiefen Blau- und Grüntönen nicht fehlen. Hellbraune Ledermöbel, schwarze Himmelbetten und ikonische Stühle und Lampen der Jahrhundertmitte, die überall verteilt sind – das ist das Nobis Kopenhagen.

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Foto: Residence Magazine

Airbnb: Dass die Skandinavier viel Wert auf ein schönes Zuhause legen, war mir schon lange bewusst, doch auf Airbnb wird mir vor Augen geführt, mit wieviel Liebe sie ihr Zuhause tatsächlich einrichten. In Kopenhagen lassen sich ein paar wahre Airbnb-Perlen finden: z.B. hier, hier oder hier. Zudem gibt’s neben Wohnungen auf Airbnb auch gleich noch Spa-Erlebnisse, Kochkurse und Boote zu buchen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich beim nächsten Besuch mal in einem schönen Airbnb statt einem Hotel wohne – ganz gemütlich und ungezwungen und mit viel Persönlichkeit.

Eat

Kopenhagen ist ein Traum für alle Foodies und Gourmets und hat sich in den letzten Jahren zu einer der bedeutendsten Feinschmecker-Städte Europas gemausert. Den knurrenden Magen zum schweigen zu bringen und die Geschmacksnerven zu beflügeln ist hier nicht schwer. Kopenhagen bietet ein uneingeschränktes Angebot an Foodständen, Cafés und Gourmetrestaurants, die nicht nur den Hunger stillen, sondern auch durch gemütliches und stylishes Ambiente überzeugen.

Unbedingt probieren: Smørrebrød und Pølse – während Smørrebrød der ungeschlagene Lunch-Klassiker ist, ist der typisch dänische Hot Dog, genannt Pølse, die Seele des traditionellen dänischen Fastfoods.

Reservation empfohlen: Gerade für die angesagteren Restaurants in Kopenhagen, die noch dazu über eine Auszeichnung verfügen, empfiehlt es sich, einen Tisch zu reservieren. So muss man sich nicht ungewollt die ganze Woche vom Hot Dog Stand ernähren. Denn so gut die Pølse auch sind, das Gastro-Angebot von Kopenhagen bietet sooo viel mehr!

Tried and tested

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Foto: insiderei.com

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Vækst: Dinieren im Gewächshaus, das kann man im Michelin-Restaurant Vækst. Die Location hat mich schon beim Hotelzmorge überzeugt, denn als Gast des SP34 darf man sich am Morgen am Buffet in der Location von Vækst den Bauch vollschlagen.

Am Abend verwandelt sich das Restaurant mit dem hübschen Gewächshaus, das sich über die beiden Stockwerke des Lokals erstreckt, in ein Food-Paradies für Freunde der leichten, nordischen Küche. Gastronomisch basiert Vækst auf frischem Gemüse und Kräutern. Trotzdem geniesst man hier aber auch ein saftiges Steak, Meeresfrüchte oder Fisch. Ich bezeichne mich gerne auch als “Crazy Plant Lover” und hier bietet das Restaurant Vækst genau das richtige Ambiente: die Räume sind gefüllt mit hängenden Pflanzen und viele schöne Lichter sorgen für ein gemütliches Hygge-Ambiente. Im Vækst geniesst man Natur pur bis zum Tellerrand und darüber hinaus!

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Torvehallerne: Man muss aber nicht zwingend das grosse Portemonnaie mitbringen um in dieser Stadt einen guten Happen zu essen. Torvehallerne sind zwei Hallen voller guten Essens und urbanem Kopenhagen-Flair. Hier testet man dänische Spezialitäten, findet aber auch ein weites Angebot an Gebäck, internationalen Spezialitäten und gutem Bier. In den Torvehallerne gibt’s wirklich (fast) alles – auch Blumen, Gemüse, Obst und Souvenirs.

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Foto: Fiskebaren

Kødbyens Fiskebar: Fischers Fritz fischt frische Fische. Und ich esse sie dann. Besonders gern bei einem Besuch in einer Hafenstadt. Dort gehört Fisch irgendwie dazu. Bei meinem ersten Besuch in Kopenhagen war es mein Freund, der mir vorschlug in diesem Restaurant zu essen. Ausgerechnet er, der eigentlich nicht so der Fischesser ist. Dieser tolle kulinarische Reisetipp hatte er von einem Mitarbeiter erhalten und ich möchte diesen nun gerne weitergeben.

Zugegeben, das Lokal im “Meat Packing District”, einer der angesagtesten Ausgehmeilen Kopenhagens, macht von aussen einen etwas nüchternen Eindruck. Man blickt hier von einem Parkplatz aus auf einen weissen Industriebau mit blauen Fensterrahmen. Drinnen überzeugt aber der Mix aus Industriedesign mit Vintage-Elementen. Wo früher Fleisch verarbeitet und abgepackt wurde, isst man heute Fisch in hervorragender Qualität und mit stylishem Kopenhagen Groove.

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Foto: VisitCopenhagen

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Aamanns 1921The new kid on the block. Der Gastrotempel, der gerade um die Ecke des Fredericia Showrooms liegt, wird von einem der bekanntesten Smørrebrød-Könige Kopenhagens regiert. Nicht erstaunlich also, dass wir während der Copenhagen Design Tour 2018 genau dies im Aamanns probieren durften: die wohl besten Smørrebrød Kopenhagens. Doch auch aus Design-Sicht entspricht das Lokal den ästhetischen Ansprüchen von Designliebhabern: Hier wird man von hellem, modernem Design, hohen Decken und beeindruckenden Messingleuchten empfangen. Die natürlichen Materialien und das sanfte Licht setzen den Raum mit den kirchenartigen Bögen und Steinsäulen erst richtig in Szene. Um es zusammenzufassen: das Aamanns ist das perfekte Trio aus modernem Stil, traditionellen Zutaten und Ästhetik – sowohl auf wie neben dem Teller. Und ganz Nebenbei: eine Michelin-Auszeichnung hat das Restaurant auch noch.

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Foto: VisitCopenhagen

Almanak – The StandardSmørrebrød, Smørrebrød, Smørrebrød – Nichts lieber als Smørrebrød. Genau richtig als kleine Zwischenverpflegung, wenn der grosse Zmorgen noch im Magen liegt, aber der Hunger bereits wieder hochkriecht. Ich könnte wohl bereits einen Smørrebrød-Guide für Kopenhagen verfassen. Doch mit dem typisch dänischen offenen Sandwich alleine, würde ich dem Michelin-Sternerestaurant Almanak nicht Rechnung tragen. Obwohl ich nur zum Lunch dort war, macht mich die Beschreibung des Abendangebots von Visit Copenhagen neugierig:

Essen, das deine Großmutter gemacht hätte, wenn sie gewusst hätte, was wir heute wissen.

Beim nächsten Kopenhagen-Besuch werde ich also sicherlich mal noch ihre Abendkarte und die Küche meiner modernen Wikinger-Oma probieren. Neben dem Magen bietet The Standard aber auch viel fürs Auge: Dieses schöne Stück funktionalistischer Architektur, unweit des Touristen-Hotspots Nyhavn beherbergte früher die Zollbehörden und repräsentiert heute den typischen New Nordic Stil.

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Foto: Cofoco

the italian: Nach viel Fisch hatten wir mal wieder richtig Lust auf Pizza und Pasta. In der Food-Metropole Kopenhagen muss man auch gar nicht lange nach einem authentischen Italiener suchen, der richtig guten Italian Comfort Food bietet. In der Trattoria “the italian” gibt’s Antipasti, Pasta oder Pizza, Secondi und Dolce. Wen es also nach Vitello Tonnato, Ravioli an Salbeibutter oder Tiramisu gelüstet, ist hier an der richtigen Adresse. Alla prossima volta!

Maybe next time

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Foto: Kaspar Palsnov for Newsweek

108: Das neue Noma? Noma’s kleine Schwester? Genau das muss ich noch herausfinden! Die Verwandtschaft zum legendären Sterne-Restaurant ist aber unverkennbar – Obwohl äusserlich kein Stein auf dem anderen geblieben ist, repräsentiert der Noma-Ableger die New Nordic Cuisine mit seiner schlichten Einrichtung und natürlichen Zutaten. Die grossen Unterschiede: ein überschaubares À-la-carte-Menü und wesentlich günstigere Preise.

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Foto: Øl & Brød

Øl & Brød: Nomen est omen – denn was der Name schon verrät, hier gibt’s, wenn man’s nüchtern betrachtet (no pun intended!), Bier und Brot. Øl & Brød ist der Neuzugang der 2006 gegründeten Mikrobrauerei Mikkeller und liegt auch nur wenige Schritte von der Mikkeller Bar entfernt. Das Restaurant wird seinem Namen aber sicherlich auch dadurch gerecht, dass es für seine Gerichte spezielle Bierpaarungen empfiehlt. Ach ja, und wie es hier aussieht: schlicht, nordisch, modern, einfach. So wie ich es mag.

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Foto: Reffen

Reffen – Copenhagen Street Food: Ein neuer, urbaner Spielplatz für Ko-Kreation, Innovation, Essen und Kreativität – so die Vision des Copenhagen Street Food. Neben Touristen sollen also vor allem Unternehmer und Kreative angesprochen werden. Denn auch der Innovationsgeist muss gefüttert und bei Laune gehalten werden.

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Foto: Norm Architects

Nærvær Vinbar & Restaurant: Ganz offen und ehrlich gesagt, suche ich mir meine Restaurants – wenn mich nicht grad der Hunger übermannt – meist anhand der Einrichtung und/oder Lage aus. Auch auf Nærvær wurde ich so aufmerksam. Doch dieses Lokal trumpft neben tollem Design (hier steckt niemand anderes als die dänischen Norm Architects dahinter) und einer fantastischen Aussicht auch mit einer aussergewöhnlichen Weinkarte und feinen Köstlichkeiten auf. Muss ich mal hin!

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Foto: Restaurant Barr

Barr: Aus Noma wurde Barr. Was blieb: der talentierte Küchenchef René Redzepi und der atemberaubende Standort im ehemaligen Speicher Nordatlantens Brygge im Hafengebiet von Christianshavn. Des Interieur: nordisch, rustikal. Knorriges Gebälk und kühle Steinmauern dominieren hier den Look. Das Essen: Spitzenklasse. Der Preis: Im Rahmen aber doch eher hoch.

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Foto: Map of Joy

Granola: Im Hotel frühstücken? Kann man machen. Aber in Kopenhagen verpasst man so auch ein grossartiges Angebot an tollen Brunch- und Lunch-Spots. Wie es der Name schon erahnen lässt, gibt’s im Granola knuspriges Müesli, aber auch Croque Madame, Pancakes, Lachs und Avocado – und wie könnte es anders sein – Smørrebrød.

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Foto: Grød

Grød: Oatmeal und Porridge liegen gerade richtig im Trend. Und nicht selten wurde der warme Frühstücksbrei bei meinen Grosseltern auch zum Znacht serviert. Im Grød – das schlicht und einfach “Brei” bedeutet – ist der Name Programm: Auf der Speisekarte steht nämlich nichts anderes als Haferbrei. Dieser jedoch in den unterschiedlichsten Variantionen und bestimmt nie langweilig. Sollte also bei deinem Besuch gerade ein steifer Wind in der Hafenstadt wehen und garstig-nordisches Wetter herrschen, so sorgt ein Besuch im Grød bestimmt für einen wohlig-warmen Start in den Tag.

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Foto: Skillet & Shutterbug

Høst: Im Høst – dänisch für Ernte – dreht sich alles um traditionelle Zutaten und saisonales Gemüse. Das neueste der Cofoco-Restaurants, zu denen auch das Vækst und the italian zählen, befindet sich in einem klassischen Kopenhagener Gebäude. Das Design der Räume ist roh und wird von Altholz, Granit und Beton dominiert während Plaids und Lammfelle auf Stühlen und Bänken für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Hier spiegeln die Sichtziegelwände und das dänische Möbeldesign die Fähigkeit der Küchen wider, Minimalistisches und Idylle zu verbinden. Das Høst wurde von den Norm Architects, der Designfirma Menu & Cofoco entwickelt und hat für sein ausgeprägt nordisches Design zwei renommierte Restaurant & Bar Design Awards gewonnen.

Drink

Tried and tested

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Green Island: Die schwimmende Oase im Herzen Kopenhagens. Hier geniesst man einen Kaffee (übrigens einen der besten, den ich bisher in Kopenhagen trinken durfte) und kriegt gleich noch eine Extraportion Sonnenschein und frische Hafenbriese mit dazu. Die CO2-neutrale Holzinsel soll noch zwei weitere Sommer bei der Kalvebod Brygge auf dem Wasser treiben.

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Foto: My City Highlight

Café Norden: An einem der belebtesten Plätze Kopenhagens die Menschenmenge beobachten, dabei einen Kaffee geniessen und an einem feinen Guezli knabbern. Das geht am besten im Café Norden. Pro Tipp: Am besten entspannt es sich hier nach einer langen Shoppingtour im nahen Ilums Bolighus oder HAY House, das im gleichen Gebäudekomplex untergebracht ist.

Maybe next time

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Foto: Stylizimo Blog

Original Coffee: In der Kaffeekette mit insgesamt 4 Lokalen an den besten Fleckchen Kopenhagens geniesst man lokal gerösteten Kaffee und feine Sandwiches und Kuchen aus der Bio-Bäckerei. Genau richtig für alle, die eine ungezwungene, einladende Atmosphäre und eine minimalistische Einrichtung, in welcher lackierte Kiefer und unbehandeltes Eisen die anthrazitfarbenen Wände kontrastieren, schätzen.

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Foto: Guided by Zeb

Atelier September: Fehlt in keinem Reiseführer und dennoch war ich noch nie hier. Beim nächsten Besuch in Kopenhagen werde ich mir einen Besuch in diesem hübschen Lokal an einem der schönsten Orte Kopenhagens aber sicher nicht nehmen lassen. Bekannt ist das Atelier September übrigens auch für ihr ausgezeichnetes Frühstück. Ob als Start in den Tag oder kleine Verschnaufpause beim “city-tripping”, hier will ich hin!

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Foto: Camilla Rasborg

Din Nye VenVielleicht auch bald “din nye ven” (dein neuer Freund)? Hier trinkt man gemütlich ein Bier mit den Locals und lässt den Abend in einer lebhaften, urbanen Atmosphäre, einen Katzensprung vom Hotel SP34 entfernt, ausklingen. Unverkrampft gemütlich – ganz Kopenhagen eben!

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Foto: Coffee Collective

Coffee Collective: Neben Bier ist Kaffee ganz klar das Elixir der Skandinavier, was wohl unweigerlich auch zu einer reichen Kaffeehauskultur geführt haben muss. In den modernistischen und durch und durch skandinavisch “hyggeligen” Coffee Shops der Mikrorösterei Coffee Collective, zu der auch noch zwei Cafés und eine Kaffeeschule gehören, geniesst man Qualitätskaffee in charmanter Umgebung.

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Foto: Fika Magazine

Kompa’ 9: ausgesprochen Kompa-nié, ermöglicht genau das: ein gutes Tässchen Bio-Kaffee in guter Gesellschaft (good company). Zumindest interpretier ich das mal so. Die gemütliche Umgebung lädt zum verweilen ein und ob zum Zmorge oder Zmittag, hier gibt’s immer etwas Feines. Und auch das Schwesterlokal Kafbar’9 muss man definitiv nicht mit knurrendem Magen verlassen: Ob Avocado-Toast, Gipfeli oder Scones – hier kriegt man, was man von einem richtig guten Café erwartet: Soal Food and Good Vibes.

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Foto: Oregon Girl Around the World

MikkellerIch liebe ihr Design und das Bier muss auch fabelhaft schmecken. Zumindest lässt es die schier unendliche Liste an Lokalen, welche auf der ganzen Welt verstreut sind, erahnen: Ob New York, Los Angeles, Barcelona, Singapur oder Taipei – man trinkt Mikkeller. Und auch in Kopenhagen ist die Brauerei natürlich gut vertreten.

See

Been there, done that

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Nyhavn: Definitiv kein Geheimtipp und auch nur beschränkt empfehlenswert, aber wer noch nie beim Nyhavn war, der sollte den pittoresken ehemaligen Handelshafen schon mal gesehen haben. Leider ist der berühmte, kleine Hafen, der auf Postkarten meist sehr idyllisch wirkt, von Touristen überströmt. Klar, ist er doch Postkarten-Sujet und Sinnbild für das romantische Dänemark zugleich. Leider kann ich nicht beurteilen, ob sich die Touristenströme während der Wintermonate in Grenzen halten. Im Frühling und Sommer ist es hier aber meist sehr überbevölkert. Mir reicht dann ein Blick von der anderen Uferseite auf die bunten, fröhlichen Giebelhäuschen aus.

Liiv.blog-Copenhagen-Travel-Guide-LeaBollhalder-Rundetårn

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Rundetårn: Ebenfalls kein Lonely Planet Spot aber hier wird man definitiv nicht gleich von der Menschenmenge erdrückt. Der runde Turm im Zentrum von Kopenhagen ist nicht nur ein Wahrzeichen und spektakulärer Aussichtspunkt von wo man die Öresundbrücke und die zahlreichen Windräder sehen kann, sondern viel mehr ein Erlebnis. Im Innern des Turmes scheint es keine Ecken zu geben. Alles rund – rund herum. Man läuft im Kreis und kommt doch noch ans Ziel und wird von einer atemberaubenden Aussicht über die Stadt belohnt. Bei uns Zuhause im Wohnzimmer hängt sogar ein Bild vom Rundlauf im Rundetårn. Spektakulär unspektakulär, minimalistisch schön. Pro Tipp: Den Sonnenuntergang auf dem Rundetaarn geniessen – was zu dieser Stunde den Ansturm betrifft, kann ich leider keine Angaben machen.

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Rosenborg Schloss: Kopenhagen hat mir bisher immer gutes Wetter vergönnt, daher hatte ich mich während meiner Städtetrips meist draussen aufgehalten (mal abgesehen von den Streifzügen in den zahlreichen-Designshops). Aus diesem und aus Zeitgründen habe ich das Rosenberg Schloss daher nur von aussen gesehen und mich im Park aufgehalten. Das Lustschloss von Christian IV. bietet aber zahlreiche kulturelle Schätze, so zum Beispiel die Kronjuwelen.

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Christiansborg Palace: Beherbergt das dänische Parlament, den Obersten Gerichtshof und das Staatsministerium. Und einige Teile werden heute noch von der Königsfamilie Familie für verschiedene Veranstaltungen und Events genutzt. Mit einem Tour-Pass erhält man Zutritt zu den verschiedenen Schlossbereichen und erhält wirklich interessante Informationen über die Geschichte der Burg.

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Botanischer Garten: Wie ich oben schon erwähnt hatte, liebe ich Pflanzen, schätze deren Vielfalt und mache sie mir oft zunutze um mein Zuhause noch etwas wohnlicher zu gestalten und die Jahreszeiten in die eigenen vier Wände zu bringen. Die Gewächshäuser im botanischen Garten in Kopenhagen sind definitiv ein Besuch wert – grad wenn es draussen weniger gemütlich ist.

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Fredericia Showroom: Während der Design Tour 2018 hatte ich die Möglichkeit, den atemberaubenden Showroom von Fredericia Furniture zu besuchen. Die Räumlichkeiten bieten den grandiosen dänischen Designmöbeln nicht nur eine passende Kulisse, die sie erst richtig in Szene setzen, sie sprechen aber auch für sich selbst: weiss geölte Riemenböden, hohe Decken und eine Aussicht von der Dachterrasse, die man sonst nicht so schnell findet. Wer also Gelegenheit hat, darf diesen Showroom nicht verpassen.

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Foto: Arch Daily

Cirkelbroen: Die im Stadteil Christianshavn gelegene 40 Meter lange Brücke des isländischen Künstlers Olafur Eliasson ist sicherlich eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt. Sie spiegelt das tägliche Leben rund um den Christianshavn-Kanal mit seinen Haus- und Segelbooten wider. Die fünf kreisrunden Plattformen mit den hohen Drahtseilmasten erinnern an Schiffsmasten und erinnern an vergangener Zeiten als der Hafen von Kopenhagen noch das Zentrum der Seefahrt war.

Maybe next time

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Foto: Studio Makgill – Simple Thinking

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Louisiana Museum of Modern Art: Das Museum liegt zwar nicht in Kopenhagen selbst, ist aber nur eine 25-minütige Zugfahrt vom Stadtzentrum entfernt. Was mich neugierig macht: Das Museum wirf von vielen als eines der schönsten der Welt bezeichnet – nicht zuletzt wegen der Lage inmitten schönster Natur. Bei meiner nächsten Kopenhagenreise werde ich mir die Zeit nehmen, in Richtung Norden zu fahren und das Museum zu erkundigen.

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Foto: John Towner

Grundtvigs Kirche: Die Grundtvigskriche, die in Erinnerung an den dänischen Priester, Dichter und Reformator Grundtivg erbaut wurde, ist ein faszinierender Bau. Die Kathedrale mit den neugotischen Stilelementen wurde von Peder Jensen-Klint erbaut. Er starb, bevor die Kirche fertig gebaut war, und sein Sohn, Kaare Klint, vollendete den Bau 1940. Kaare Klint hat auch die Stühle der Grundtvigs Kirke entworfen – ein Klassiker im modernen dänischen Möbeldesign.

Das war also meine Zusammenstellung meiner Kopenhagen-Favoriten. Eigentlich hätte der Guide noch einen Shopping-Guide beinhalten sollen. Den hebe ich mir aber für meinen nächsten Kopenhagen-Tripp auf – denn ich bin mir sicher, ich werde die Stadt schon bald wieder besuchen! Wollt ihr einen Kopenhagen Shopping- und Design-Guide haben? Lasst es mich doch bitte einfach wissen.

Einen guten Start ins Wochenende euch allen!
Eure LeaBo

 

Text: Lea Bollhalder

Fotos: Lea Bollhalder, wenn nicht anders gekennzeichnet.

Lea Bo

Mein Faible für schönes Wohnen und die Vorliebe für natürliche Materialien wurde mir wahrscheinlich von meinen Eltern …