Farben fürs Zuhause

June 23, 2018

Wer Zuhause Lust auf Veränderung hat, greift schnell zum Portemonnaie und kauft sich ein neues Lieblingsstück. Meistens aber bewirkt eine neue Wandfarbe viel mehr und inspiriert zu mutigem Wohnen.

Nicht alle Zimmer und schon gar nicht alle Wände müssen plötzlich in kunterbunter Farbenpracht erstrahlen. Wie viel Farbe eine Wohnung verträgt, ist immer eine Frage des eigenen Geschmacks und der geplanten Farbnuance. Kräftige Farben wie rot, orange oder grün sind sehr dominant und werden darum besser nur bei Teilbereichen angewendet. Gemischte, verdünnte Farben vereinfachen den Einstieg in die Farbveränderung in den eigenen vier Wänden (und sind bei ‘nicht-gefallen’ der Farbwahl sehr schnell mit weiss wieder überstrichen).

Als bekennender Wandfarbliebhaber notiere ich euch ein paar Tipps & Tricks, sodass der nächste Farb-Kauf von der Farbwahl bis zum letzten Pinselstrich genau nach Wunsch verläuft:

Grafik als Statement

Das braucht bisschen Mut und Extra-Kreativität… Es lohnt sich, eine Wand nicht vollflächig zu streichen, sondern eine Grafik (das kann alles sein: ein Strich, ein Muster, ein Buchstabe) auszuwählen. Hier läuft man jedoch Gefahr, dass die Grafik in ein paar Jahren nicht mehr dem eigenen verspielten Lebensabschnitt entspricht. Dann ist überstreichen angesagt 😉

Alles aus einem Topf

Eine grossartige Idee, einem Raum die nötige Eleganz zu verleihen, ist womöglich gleich die simpelste: Kauft den Farbtopf eine Nummer grösser und streicht damit nicht nur die gewünschte Wand, sondern die davorstehenden Möbelstücke gleich mit.

Dunkler Deckel

Bei sehr hohen Räumen ist es eine Wohltat, die Decke, inklusive der oberste Rand der Wände, dunkel zu streichen. Es bringt sofort Gemütlichkeit und Wohnlichkeit in einen Raum.

Grau statt weiss

Einer meiner Lieblings-Farb-Anwendungen – und definitiv die minimalistischste. Ein feines Grau an einer oder mehreren Wänden wirkt Wunder: Die Möbel davor wirken plötzlich doppelt so gut. Bei dieser Anwendung darf gerne das ganze Zimmer einen neuen Anstrich verpasst bekommen, denn es ist sehr fein und wirkt bei vier Wänden noch viel toller. 

Halb-gestrichen

Ein Wahnsinns-Anblick. Braucht Mut und die richtige Farbwahl! Ein halb-gestrichenes Zimmer ist wie eine optische Täuschung. Denn es wirkt plötzlich viel grösser und höher. Unbedingt die dunklere Farbe unten streichen, sonst fällt einem dann die Decke auf den Kopf (vgl. “Dunkler Deckel” oben).

 

Gezoomter Anblick

Ein Objekt oder eine Wand wird im Handumdrehen vergrössert: Zum Beispiel mit einem Rand rund um den Türrahmen wirkt dieser plötzlich wie rangezoomed. Lässt man bei jeder Wand eine feine, weisse Linie ungestrichen, vergrössert man damit optisch den gesamten Raum. Mega gewagt, aber mega Wirkung!

Mutige Kombo

Ich bin ein Fan von Kombis und darum mag ich auch die Idee, zwei, drei Farben den Platz an einer Wand zu geben. Trendfarben diesen Frühling / Sommer sind weiterhin Pastellfarben in lila, rosa, türkis und Erdtönen, die sich sehr gut dazu eigenen, sie gemeinsam in einer Wohnung erstrahlen zu lassen.

Zusatztipp: Wählt Dispersionsfarbe, die trocknet schnell. Aber Achtung: Sie hat einen starken Eigengeruch. Nach dem Streichen alle Fenster öffnen und stark durchlüften. Und ein, zwei Kaffee’s trinken – der Kaffeegeruch verleiht dem frisch-gestrichenen Zuhause den Extra-Kick! 🙂

Bei mir Zuhause habe ich fast alle Tipps selbst getestet: eine Farb-Kombo zwischen petrol und lachsrosa, satte blaugrün Töne und einen schwarzen Strich als Grafik… Ich freue mich auf Feedbacks, welche Farbe nun euer Zuhause erstrahlt?

Farbige Grüsse, eure Nora

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