Less is more

February 25, 2018

Interior Trend Minimalismus

Ein Thema mit dem ich mich im letzten halben Jahr vor allem beschäftigt habe, ist der Trend zum Minimalismus. Generell finde ich die Minimalismus-Entwicklung toll und kann dieser Entstehung sehr viel Positives abgewinnen.

Spätestens beim Umzug im letzten August, gab es kein Entkommen mehr, die eigenen vier Wände zu entrümpeln und von Unnötigem zu befreien. Viel zu oft behalten wir Dinge, die wir dann aber noch nicht wieder brauchen, weil wir einfach so ein Gefühl haben, dass es irgendwann wieder nützlich sein könnte. Aber sind wir mal ehrlich – dieser Tag wird nie eintreffen.

Ich glaube, das schwierigste an dieser Aufgabe ist es, sich von den Sachen zu trennen. Doch Übung macht den Meister. Bücher wie ‚The Life-Changing Magic of Tyding Up‘ von Marie Kondo sind zu internationalen Bestsellern geworden und können euch beim Einstieg helfen. Es heisst der Zustand deiner Wohnung spiegelt den Zustand deines Geistes wieder. Nicht nur im Bereich Interior finde ich es super spannend wie Minimalismus immer beliebter wird, auch im Hinblick auf Mode oder auf den gesamten Lebensstil finde ich diesen Gedanken packend.

 

Mit der Zeit, oder sagen wir nach meinem dritten Umzug, ist mein eigener Einrichtungsstil immer minimalistischer und cleaner geworden und mir gefällt das.

Eine Reise nach Schweden, muss ich ehrlich zugeben, hat mich in Bezug auf den Einrichtungsstil auch sehr geprägt. Kaum ein Einrichtungsstil ist so minimalistisch und auf das Wesentliche fokussiert wie der skandinavische Wohnstil – das mag ich sehr.

Aber auch hier gilt für mich die gute Balance. Ich mag das Extreme in keinerlei Hinsicht. Wenn ich auf Pinterest oder Instagram unterwegs bin, sehe ich oft diese total cleanen und top aufgeräumten Wohnungen. Ach, wer bitteschön hat seine Wohnung 7/24 aufgeräumt – ich nicht.

Manchmal scheint es mir einfach zu übertrieben. Die Wohnungen wirken dann so leer und der Stil scheint austauschbar geworden. Die Wohnung muss immer noch „leben“ und man braucht doch diese Rückzugsorte, an denen man sich Zuhause fühlt und nicht wie in einem Lookbook eines Kataloges aussehen.

 

Qualität statt Quantität & Weniger ist mehr

Weniger, dafür besser – ist das Stichwort der minimalistischen Einrichtung. Eine Überlegung, die sich bei mir schnell tief eingebrannt hat. Man sollte Möbelstücke und Deko-Sachen sehr bewusst wählen und auf Qualität setzen. Klar kommt es natürlich auch auf die Lebenssituation darauf an, ob man sich diese Dinge leisten kann und auch will. Ich besitze jedenfalls lieber einen richtig tolle Vase, an der ich lange Freude habe, anstatt 8 billige Varianten, die nur mittelmässig aussehen. Und klar kann man hier noch hinzufügen, dass nicht ganz alles immer teuer sein muss, um den Qualitätstest zu bestehen.

Ich gebe lieber etwas mehr Geld aus und behalte diese Möbel dafür einige Jahre – ja sogar Jahrzehnte. Qualität hat oft seinen Preis. Diesen Gedanken hatte ich schon früh in mir gehabt und hatte immer nach einer schönen und qualitativ hochwertigen Version von allem gesucht. Damals wusste ich aber noch nicht viel über das Thema Minimalismus.

 

Wie sieht es bei euch Zuhause aus? Besitzt ihr vor allem Dinge, die bewusst ausgewählt und gekauft wurden, oder gibt es da Sachen wie die sogenannten Staubfänger? Auch in den Schränken verfolge ich den Minimalismus-Grundsatz. Ich mag das gar nicht, wenn ich eine vollgepackte Schublade öffne, schon gar nicht mehr weiss, was drin ist und die Hälfte davon sowieso nicht brauche. Mittlerweile ein No-Go in meinem Haushalt. Jedes „Ding“ sollte seinen Platz in der Wohnung haben und ansonsten müsste man sich überlegen, ob es überhaupt gebraucht wird. Dieser Richtsatz habe ich aus einem Artikel von der Aufräummeisterin Marie Kondo. Folglich habe ich meine Wohnung tatsächlich nochmals mit anderen Augen betrachtet.

Ich bin gespannt auf euer Feedback und eure Meinungen.

 

Herzlichst,

Livia

Simple and More

Ich bin ins Bloggen einfach ein bisschen reingerutscht. Gestartet habe ich nur mit einem Instagram Account. Ich war …