Mehr Platz daheim – Teil 1

January 24, 2018

Aufgeräumt mit System: um schön wohnen zu können brauchen wir Platz und Ordnung und folglich auch ausreichend Stauraum und clevere sowie schöne Lösungen.

In 35 Schritten zu mehr Ordnung im 2018

Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber mich überkommt zum Jahresanfang immer die Lust zum Aufräumen und Platz schaffen. Denn keine andere Zeit eignet sich meiner Meinung nach so gut dazu, um sein Leben neu zu organisieren wie das neue Jahr. Nach der Begierde, nach Neuem und Schönem im Dezember, ist mir kurz nach Weihnachten fast immer danach, mich von Altem zu trennen und Platz für Neues zu schaffen. Raus mit all dem, was sich im Laufe der Jahre in den Schränken und Schubladen angesammelt hat!

Doch ganz so einfach ist das nicht und wegwerfen ist auch nicht immer DIE Lösung. Zum einen deshalb, weil ich mich nur schwer von liebgewonnenen Dingen trenne und besonders auf nachhaltiges Design setze, dass mir auch nach mehreren Jahren noch Freude bereitet. Zum anderen, weil man sich ja nicht von allem trennen kann, da es saisonal zum Einsatz kommt. So stelle ich mir Anfang Januar die Frage: “Wohin mit all der Weihnachtsdeko?” Im Frühling wollen all die dicken Winterpullis, Schals und Mützen gut verstaut werden. Ende Sommer müssen die Gartenmöbel untergebracht werden und im Herbst werden die Strandtücher und Sommerschuhe wieder weggeräumt und die Wanderschuhe kommen zum Einsatz.

Doch auch im Alltag bewährt sich Ordnung – vom aufgeräumten Kühlschrank über einen ordentlich sortierten Kleiderschrank, platzsparenden Lösungen im Badezimmer (wer hat eigentlich diese hässlichen Spiegelschränke erfunden, die in jeder Mietwohnung zu finden sind?) und intelligenten Möbeln, mit welchen sich Hab und Gut verstauen lassen, so dass wieder Platz zum Wohnen bleibt. Denn, ich denke, wir sind uns einig: um schön wohnen zu können, brauchen wir Platz und Ordnung und folglich auch ausreichend Stauraum und clevere sowie schöne Lösungen, um aufzubewahren und zu verstauen.

Konkrete Tipps dazu, wie du einfach, günstig und stilvoll für mehr Organisation, Ruhe und Platz sorgen kannst, möchte ich dir in meiner 3-teiligen Blog-Serie zum Thema aufräumen geben.

Teil 1: Vorhandenen Wohnraum optimal nutzen

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1. Dachschrägen einrichten – auch ohne massgefertigte Lösungen

Ich beneide alle, die in einer Wohnung unter dem Dach leben. Doch das Wohnen unter dem Dach stellt so manchen vor besondere Herausforderungen wenn es um das Thema einrichten geht. Aber auch Dachschrägen bieten so einige clevere und praktische Lösungen. Kein Schreiner? – Kein Problem! Unterschiedlich hohe Schubladenstöcke werden in der Schräge platziert damit der Raum optimal nutzbar wird – auch ohne gleich eine massgeschneiderte Lösung anfertigen zu lassen. Um die Dachschräge auszugleichen, einfach eine Pflanze, Bücher oder eine schöne Leuchte in die Lücke setzen um diese charmant auszubalancieren. (via ddmoulin.com)

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2. Stauraum unter dem Bett einrichten

Pfiffige Handwerker verlegen das Bett ratzfatz in die Höhe und platzieren es auf einem Schubladen- oder Regalsystem. Denn meist sammelt sich unter dem Bett sowieso nur Staub an und wird nur selten zur Aufbewahrung von Kleidern, Bettwäsche oder Winterkleidung genutzt. Schade eigentlich! Wer weniger handwerklich geschickt ist oder einfach eine Lösung von der Stange bevorzugt, der findet aber auch geniale Betten mit praktischer Schublade, z.B. hier oder praktische Bettkästen wie z.B. hier. (via Italian Bark)

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3. Im Flur sind schmale Lösungen gefragt

In den Wohnmagazinen sieht ein Flur meist so aus: Ein Mantel, ein paar Schuhe, dazu ein Stuhl und fertig. Zahlreich sind die Bilder, in denen ein einwandfrei geplanter Gang mit einem Paar leeren Kleiderbügeln und einem Schuhregal gezeigt wird, auf welchem ein einziges Paar elegante Stiefel in einsamer Majestät präsentiert wird. Kein Flur sieht so aus. Keiner! Zumindest nicht in den Wintermonaten in der Schweiz, wo in der durchschnittlichen Familie mit Kindern vier Paar Freizeitschuhe pro Person und eine gleiche Anzahl Oberbekleidung, sowie Handschuhe, Schals, Helme und so weiter im Flur Platz finden müssen. In engen Gängen sind schmale Schuhschränke ein Muss um all den vielen Schuhpaaren ein Zuhause zu bieten. In Körben finden Schals, Handschuhe und Mützen platz und am saubersten verstaut sind die bunten Winterbekleidungen in Schränken und Spinden. (via Christina Dueholm)

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4. Auch unscheinbare Plätze nutzen

Oft wird den Durchgangsplätzen unzureichende Beachtung geschenkt, wenn man nach praktischen Wohn- und Organisationsplätzen sucht. Doch gerade diese sonst nur wenig genutzten Plätze sind optimal für ein zusätzliches Stückchen Stauraum zu Hause. Ein Klassiker wie dieses Regal von String ist ein wahres Platzwunder in dem es den verfügbaren Raum optimal nutzt ohne schwer zu wirken. (via Decordots)

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5. In die Breite gehen

Eine Reihe aus Regalen, Schränken oder Kommoden um die gesamte Raumbreite zu nutzen ist eine gute Idee um maximalen Stauraum zu schaffen. Wieso also nur einzelne Storage-Möbel statt gleich einer Reihe davon? Das sieht nicht nur aufgeräumt aus, sondern ist auch unkompliziert und praktisch. Nur Mut zum Lückenschluss! (via Historiska Hem)

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6. Die gesamte Wandfläche nutzen

Ein wahrer Platzoptimierer für kleine Räume! Das praktische Wandregal, welches neben dem Platz seitlich der Türe sondern auch die Raumhöhe optimal ausnutzt, bietet grosszügig Stauraum und sieht dabei erst noch hübsch aus. Auf den Regalen lassen sich schöne Stilleben schaffen und Dekoartikel, Bücher und persönliche Fundstücke kommen besonders gut zur Geltung. (via Bolig Magasinet)

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7. Auf Einbau-Lösungen setzen

In einem kleinen Schlafzimmer kann das Thema Aufbewahren zu einer richtigen Herausforderung werden. Das ist der Grund weshalb ich diese eingebaute Storage-Lösung so sehr mag. Sie umgibt das Bett und macht es dadurch gemütlich und wohnlich.  Platziert man ein Bücherregal in der Mitte über dem Bett, schafft man zusätzlichen Platz um Deko-Artikel stilvoll zur Geltung zu bringen. (via Cocolapine Design)

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8. Jeden Quadratmeter genutzt – das Hochbett

Wer auf besonders kleinem Raum wohnt, muss kreativ werden. Wer sagt denn, dass ein Hochbett nur im Kinderzimmer stehen darf? Mit einem Hochbett ist es nämlich möglich, die Fläche auf der dein Bett steht, doppelt zu nutzen. Unter einem Hochbett findet fast alles Platz, ob ein Sofa, ein Kleiderschrank, eine Kommode, ein Schreibtisch oder ein zweites Bett. Das Hochbett ist ein wahres Platzwunder und wie dieses Beispiel zeigt, muss dies auf keinen Fall kindlich oder stillos wirken. (via Historiska Hem)

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9. Regale in der Höhe anbringen

Ganz egal wie gross die Wohnung ist. Wer Platz gewinnen will, muss zwangsläufig in die Höhe gehen. Insbesondere in Altbauwohnung mit grosszügiger Wohnhöhe sollte dieser Tipp nicht vernachlässigt werden. Ähnlich wie das Regal rund um den Türrahmen (siehe Beispiel 6) ist auch ein simples Wandregal eine einfache Abhilfe für jedes Platzproblem. (via Style Magazine)

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10. Den Raum auf Möbeln nutzen

Der wohl einfachste Trick den wohl den meisten bekannt sein wird, ist das Verstauen von Dingen auf Schränken und anderen Einrichtungsgegenständen. Besonders schön wirkt dies in Metallkörben, Kartonboxen, Körben, alten Ledertaschen oder Koffern. (via IKEA)

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11. Auf, unter und in den Staumöbeln

Klar, verstaut wird vor allem in den Möbel drinnen – für das wurden sie ja schliesslich gekauft. Doch auch auf und unter hübschen Storage-Möbeln bietet sich Platz zum Aufbewahren an. Damit das nicht unordentlich und chaotisch wirkt, sollten aber ein paar Regeln beachtet werden: 1. Rein mit den optisch weniger ansprechenden Dingen, die nicht jeder Gast gleich sehen soll. 2. Schöne Dinge werden als Stilleben auf und unter den Möbeln zur Schau gestellt. 3. Dieses Prinzip nur auf vereinzelte Wohninseln anwenden, sonst wirkt es überfüllt und einengend. (via Elvera Van Schaik)

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12. Regale über Heizkörpern anbringen

Habt ihr noch einen solch hübschen alten Radiator Zuhause? Ja? – Toll! Auf skandinavischen Wohnblogs habe ich zwar schon zig Möglichkeiten entdeckt um diese hinter besonders dafür entwickelten “Sichtschützen” zu verdecken, diesen Trend verstehe ich jedoch nur teilweise. Ich finde die eigentlich ganz hübsch und so stört es mich auch nicht, wenn man diese entwas in den Mittelpunkt stellt indem man ein Regal über ihnen anbringt um besondere Fundstücke darauf zu präsentieren. Mir gefällt’s! (via Shelterness)

Ich hoffe, ich konnte euch in meinem ersten Beitragsteil zum Thema Aufräumen ein paar inspirierende Tipps zum Thema geben. Ordnung schaffen und aufräumen muss also nicht immer langweilig, mühsam und unschön sein. Mit ein paar mehr oder weniger einfachen Kniffen lässt sich das Chaos meist im Zaum halten und den eigenen vier Wänden wieder mehr Luft zum Wohnen verschaffen. Welchen Trick kanntet ihr schon? Welche Idee hat euch besonders inspiriert?

Herzlich, Lea Bo

Text: Lea Bollhalder

 

 

Lea Bo

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